Benutzerspezifische Werkzeuge
Sie sind hier: Startseite / Stiftung Auswege / Möge Heilung geschehen

Möge Heilung geschehen

erstellt von Torsten Kühnel zuletzt verändert: 20.09.2011 04:58
Die Tage im Camp

Es fällt schwer meine Eindrücke der ersten Tage im Camp in Worte zu fassen. Wir fühlten uns aufgefangen in einem Netz aus Gleichgesinnten, von Menschen welche unsere Erfahrungen teilen konnten und wussten, wovon wir redeten. Es fragte keiner "Ist er müdchen der Kleine? Warum kann er denn noch nicht laufen?". Jeder wusste, warum die anderen da waren und jeder brachte auch seine Geschichte mit, doch sie wurden erzählt nicht um sich rechtzufertigen, sondern um mitzuteilen was passiert war. Es war eine wundervolle Atmosphäre sich so frei bewegen zu können und zu wissen, jeder dem Du begegnest trägt das ganze mit, ist aus dem selben Grunde da wie du, nämlich Heilung zu erfahren.

Das Team der Betreuer und Therapeuten hat einen phantastischen Job gemacht. Morgens nach dem Frühstück gab es unsere Morgenrunde, moderiert von Harald Wiesendanger. Er ließ uns ersteinmal Teamarbeit üben beim Tische wegräumen und Platz schaffen für Gespräche, Anregungen, Meditationen, Tanzen, ja einfach den Tag begrüßen und informieren was so ansteht.

Dann hatten wir am Vormittag Zeit uns näher mit den Therapeuten auseinander zu setzen. Hier herrschte das Prinzip der freien Marktwirtschaft indem jeder Teilnehmer einfach auf den Therapeuten seiner Wahl zu ging und sich um einen persönlichen Termin bemühen konnte. Therapeuten mit freien Kapazitäten taten diese Infromation kund und waren auch bald mit Patienten versorgt. Einen Marathon tat sich unser Mediziner Horst Schöll an, indem er tatsächlich jeden betroffenen Teilnehmer am Anfang und am Ende des Camps zu einer Anamnese bat. Für die Kürze der Zeit und die Menge an Teilnehmern eine Leistung welche entsprechend Beachtung verdient.

Unsere Wahl fiel ziemlich zielstrebig in Richtung Andre Peter, er fiel uns schon bei seiner persönlichen Vorstellung auf, welche durch seine offene Art uns alle zum lachen brachte und unsere Herzen öffnete. Erstaunlicherweise erzählte er uns dann auch bei unseren Sitzungen von Eigenschaften und Dingen welche er an uns sah und welche wir auch deutlich an uns wiedererkannten. Dabei kannte er uns und Adrian ja noch gar nicht. Er sprach zu uns wie ein Vertrauter welchen wir schon lange kannten. So erfuhren wir auch hauptsächlich Bestätigung in Dingen welche wir selber schon rausgefunden haben auf unserem Wege, daß jeder Mensch ein einzigartiges Wesen ist und seine Aufgabe mitbringt auf diese Erde. Sie zu erkennen ist der erste Schritt, wie man damit umgeht der zweite. Es bringt nichts rumzusitzen und zu jammern "Warum ist mein Kind anders als die anderen?", es ist eher "Was bringt mein Kind mit was so besonders ist und warum hat es sich diesen Weg ausgesucht?" Das bringt mich zu den anderen Camp-Teilnehmern mit ihren einzigartigen Kindern. Mir fiel vor allem die Geduld und die Liebe auf, mit welcher die Mütter und Väter mit ihren Kindern umgehen. Mir fehlen hier einfach die Worte und ich kann nur jedem Interessierten empfehlen, mal an einem Camp teilzunehmen.

 

Artikelaktionen