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Doman Therapie

erstellt von Torsten Kühnel zuletzt verändert: 05.03.2012 07:34
Über Hirnverletzung, Cerebralparese, Spastik, Entwicklungsverzögerung, ZNS, Schlucktraining, Laufen lernen, Kriechen und Krabbeln lernen, Eltern helfen mit

Eltern stehen im Mittelpunkt

Die "Doman-Therapie" ist eine therapeutische Ausbildung für Eltern hirnverletzter Kinder. Als Hirnverletzungen bezeichnet werden sämtliche Erkrankungen, welche ihre Ursache in einem beeinträchtigten, entwicklungsverzögerten oder anderweitig geschädigten Gehirn haben. Weiteres über die Begriffsdefinition "Hirnverletzung" finden sie hier.

Die Personen, welche sich um die betroffenen hirnverletzten Kinder, oder auch erwachsene Personen, kümmern, fehlt oft ein Hintergrundwissen, um zum Beispiel verstehen zu können, wo eine Spastik herkommt. Oder warum das Kind schielt und eine Brille braucht. Oder warum es sich lieber auf dem Boden herumrollt, anstatt krabbeln zu lernen. Warum Kinder überhaupt kriechen und krabbeln, und dann erst Laufen lernen. Pferdebabies zum Beispiel können nach 10 Minuten schon Laufen.

Das Wissen, um Betroffenen helfen zu können, wird vermittelt

Wie funktioniert ein Gehirn überhaupt? Und was passiert, wenn es z.B. durch einen Sauerstoffmangel geschädigt wird? Das sind alles Fragen, auf welches es Antworten gibt. Und die Institute der Doman Therapie haben sich darauf spezialisiert, den betroffenen Eltern genau dieses Wissen fachgerecht zu vermitteln, und zwar in einer verständlichen Art und Weise. Darauf aufbauend erhalten die Eltern in einem zweiten Schritt das Handwerkszeug an die Hand, um ihr Kind oder ihren betroffenen Angehörigen dort abzuholen, wo er sich in seiner neurologischen Entwicklung befindet.

Das neurologische Entwicklungsprofil als Basis

Wie sind die einzelnen Gehirnbereiche entwickelt, wie findet solch eine Entwicklung überhaupt statt, und wo liegen die Ursachen einer z.B. verzögerten Entwicklung? All das kann man feststellen, indem man ein neurologisches Entwicklungsprofil erstellt. Dies kann man vergleichen mit einer Bestandsaufnahme, wenn man sein Auto in die Werkstatt bringt, und erst einmal nachgeschaut wird, was überhaupt die Ursache für das Klappern oder schlechte Anspringen ist.

Und dann weiß der Monteur genau, wo er ansetzten muss. Genau so macht man es bei einer Verletzung des Gehirnes auch. Die Institute, man kann auch sagen die gemeinnützigen Einrichtungen in Philadelphia, USA, forschen an diesem Thema seit über 50 Jahren, arbeiten unter anderem mit der NASA zusammen und haben mittlerweile über 40.000 Betroffenen helfen können.

Erkenntnisse in Deutschland stiefmütterlich behandelt

Wir haben hier in Deutschland Bruchstücke dieses Wissens in verschiedenen Bereichen vorliegen, in verschiedenen Therapieansätzen wie Padovan zum Beispiel, aber eine Kommunikation zwischen Neurologe und Physiotherapeut findet in der Regel nicht statt. Das ist so, als wenn der Meister der Autowerkstatt eine Bestandsaufnahme gemacht hat, der Monteur aber nicht mehr weiß als daß das Auto kaputt ist - weil über ein detailliertes neurologisches Entwicklungsprofil überhaupt nicht kommuniziert wird, nicht mal mit den Eltern.

Auch sind Therapien nach Doman/Delecato in Deutschland nicht anerkannt, werden also von der Krankenkasse in der Regel nicht übernommen. Brauchen Sie zum Glück auch gar nicht, da sich betroffene Eltern meist selber helfen und die Ausbildungskosten in kurzer Zeit wiederbekommen in Form von mehr Beweglichkeit, Selbständigkeit und absolvierten neurologischen Entwicklungsschritten der Kinder oder Betroffenen.

 

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Adrian aufg der schiefen Ebene am Anfang der Therapie