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Warum Doman Therapie ?

erstellt von Torsten Kühnel zuletzt verändert: 15.01.2012 14:51
Warum wir uns für eine Therapie des Institutes zur Erzielung der Leistungsfähigkeit des Menschen entschieden haben.

Seit Adrians Geburt sind wir auf der Suche nach Behandlungsmethoden, welche Adrian auf seinem Weg der Genesung begleiten. Die dem menschlichen Körper innewohnenden Selbstheilungskräfte sind offensichtlich. Kleine Wunden heilt unser Körper im Nu, bei größeren stehen uns moderne Chirurgie und Wundversorgung zur Verfügung. Doch wie sieht es mit einer Verletzung des Gehirnes aus? Da sieht man auf den ersten Blick nicht viel, wenn man allerdings mit Sonografie oder anderen bildgebenden Verfahren nachschaut kann man schon erkennen, daß etwas passiert ist und Veränderungen aufgetreten sind. Doch warum reagiert das Gehirn bei Sauerstoffmangel mit der Bildung von heatschock Proteinen, um die gestressten Nervenzellen zu schützen? Warum veranstalten die nicht betroffenen Nachbarzellen so einen Zauber, indem sie die inaktiven Nervenzellen mit ihren Reizen bombadieren um sie zur Mitarbeit zu bewegen? Warum findet dieser Prozeß der "Hirnkrämpfe" nach einem regelrechten klar erkennbaren Muster statt, dessen Struktur sich z.B. in effektiven Mechanismen wiederfindet, um etwas zu erreichen?

Hierzu ein Beispiel zur Verdeutlichung: Ich habe mich mit einem Freund zu gemeinsamen Aktivitäten verabredet, doch er ist nicht erschienen. Da ich alleine die Aktivität nicht ausführen kann und auf seine Mithilfe angewiesen bin, schaue ich persönlich vorbei und klingele an der Tür. Sein Wagen steht in der Einfahrt, also scheint er ja auch da zu sein. Also 2-3 Sekunden klingeln, dann ca. 20 bis 30 Sekunden warten. Macht er nicht auf, wiederhole ich den Vorgang bis ich erkenne, daß ich so nicht weiterkomme. Was gibt es für Alternativen? Je nach Dringlichkeit kann ich Zeit verstreichen lassen, und den Vorgang des mehrfachen Klingelns später wiederholen, oder ich rufe die Nachbarn und wir hämmern zusammen an Türen und Fenster damit er endlich aufwacht und mitmacht, aufmacht.

So oder ähnlich sieht eine effektive Struktur aus, um jemanden zur Mitarbeit zu bewegen, wo man wirklich drauf angewiesen ist. Genau solch ein Muster legen auch die gesunden Nervenzellen an den Tag, welche ihre lethargen Kameraden zur dringend benötigten Mitarbeit zu bewegen versuchen. Zumindest solange es nichts wichtigeres zu tun gibt, z.B. die für die Hirnfunktion toxischen Medikamente abzubauen, welche ja auch den noch gesunden Hirnzellen zu schaffen machen. Sowas hat Priorität und die "Krämpfe" werden hinten angestellt, um, nachdem der medikamentencocktail Metabolismus auf Touren gekommen ist und das Zeugs schleunigts wieder aus dem Körrper befördert kann, dann wieder anzufangen. Diese Struktur erkennt man auch deutlich.

Auf jeden Fall sind die Amerikaner auf dem Gebiet des Umgangs mit hirnverletzen Kindern uns Deutschländern scheinbar doch einiges vorraus. Gibt es da in Philadelphia doch dieses Institut rund um Glenn Doman, welches weltweit über 500 betroffene Menschen und Kinder regelmäßig betreut, über 3000 erfolgreich behandelt hat und auch funktionierende Behandlungsmuster in über 30 jähriger Forschungsarbeit mit hunderten von Ärzten und Wissenschaftlern erarbeitet hat. Da verlassen regelmässig jedes Jahr Kinder das Programm, welche nach Cerebralparese, Vollspastik oder noch schlimmeren Diagnosen lesen, laufen, sprechen und tanzen können.

Und wie sehen da die Muster der Übungen aus, welche die Kinder regelmässig ausführen? z.B. 10 Sekunden ein Schild zeigen mit Schrift drauf, zum Lesen lernen, dann wieder ein paar Minuten Pause und spielen. Dann wieder das Schild. Dann wieder Pause. Dies alles für etwa eine Viertelstunde. Und solche Übungseinheiten werden über den ganzen Tag verteilt. Anscheinend haben wir es hier wieder, man staune, mit einem "effektiven Muster" zu tun.

Mit einem funktionierenden Ausbildungsprogramm, welches als erstes die Personen ausbildet, welche täglich mit dem Patienten zu tun haben und ihn versorgen, nämlich die Eltern, werden Therapievorraussetzungen geschaffen, welche ein über 40 Kilometer entfernt liegendes SPZ, welches alle halbe Jahre einmal in Sachen "Früherkennung" tätig wird ("mit ihrem Kind, das wird nichts, machen Sie sich da mal nicht zu viele Hoffnungen. Und mit ihrem Hokuspokus da mit Craniosakral und so, das wird doch eh nichts" <- Vielen Dank !), oder 1-2x wöchentliche Therapien, zu welchen man aufwendig hinfahren muss, einfach nicht leisten können. Dies haben die Verantwortlichen in Philadelphia schon vor über 30 jahren erkannt und ihr Verfahren drauf abgestimmt. Daher haben sie auch so viele Erfolge vorzuweisen. Weil ihr System einfach effektiv ist. Punkt. Sie scheren sich auch nicht groß um die Diagnosen, sondern stellen bei jedem hirnverletzten Kind fest, wo es steht in der Entwicklung in den verschiedenen Bereichen, und es wird ein maßgeschneidertes Rehabilitations- und Trainingsprogramm erarbeitet, welches alle 60 - 90 Tage überprüft und angepasst wird. Von so einer Effektivität, einem Nutzen für das Kind, welches ja immer im Mittelpunkt steht, da können wir hier in Deutschland mit unseren "Komplexleistungen", "Eigenbudget", "MDK und Pflegestufe", "SPZ" und "Frühförderung" nur träumen. Klar machen unsere Physiotherapeuten, Logopäden, Ergotherapeuten jeder für sich einen guten bis super Job. Aber wann, Hand aufs Herz, hat sich ihr Physiotherapeut das letzte mal mit Ihnen, den anderen Therapeuten und Ärzten an einen Tisch gesetzt um herauszufinden, welche Art der Therapie für das Kind das beste ist? Achja, die Diagnose war ja "unheilbar", erwarten sie Bitte nicht zu viel...

Wir orientieren uns hier gerne in Richtung Ausland. Zum Glück gibt es Zweigstellen des IAHP weltweit, so auch hier in Europa in Pisa, wo am 16 Januar der Ausbildungskurs für mich, den Vater von Adrian, beginnt.

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