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Ernährung

erstellt von Michaela Kühnel zuletzt verändert: 01.12.2011 15:44
Adrians Ernährung, viel Früchte und Gemüsekost, Blütenpollen, keine ketogene Diät

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Zum Oma & Opa Tag im Kindergarten probier ich schon mal ein leckeres Stück Quarkkuchen

 

Dieses Thema ist uns bis heute eines der Wichtigsten und auch eine unserer größten Herausforderungen auf unserem Wege mit Adrian.

Wer jemals Sondenernährung und dann zum Glück den Umstieg auf orale Kost umzusetzen hatte, weiß, wovon wir reden. Wenn dann noch Tetraspastik hinzu kommt, sagt einem (fast) jeder: Ohne Medikamente für das "Rein" und "Raus" kommt ihr da nicht aus. Doch, kommen wir und zwar von Beginn an bis heute.

Es gab zahlreiche schlaflose, Nächte in denen ich nicht wußte, wie bekomme ich Morgen mein Kind satt, was verträgt er, mit welchem Essen muss er sich nicht so quälen. Fast zwei Jahre lang täglich stundenlange Weinkrämpfe wegen Bauchweh, Blähungen verlangten uns ziemlich viel ab. Beginnen wir aber von vorn:

In seinen ersten 7 Monaten bekam Adrian Muttermilch, die ich abpumpte. Jegliche Versuche, ihn anzulegen scheiterten kläglich. Bereits auf der Intensivstation, noch halb im Delirium, bat ich darum, dass man mich abpumpte, um so den Milchfluss anzuregen. Bereits ab dem 5. Tag war ich medikamentenfrei und meine Milch konnte Adrian durch die Sonde gegeben werden. So lange er Muttermilch bekam, war das Thema Ernährung wichtig in dem Zusammenhang, was ich zu mir nahm. Da mein Mann gelesen hatte, Vanille ist gut für das Gehirn wurde beim Gewürzhändler eine große Portion Vanille bestellt und jeden 2. Abend lecker Vanillepudding geschlemmt. Dem Kind hat´s geholfen und mir sieht man es leider immer noch an. Der Spruch, wenn man stillt, kann man nicht zunehmen, stimmt nicht:)

Schwierig wurde es, als dann die Muttermilch ausblieb. Er vertrug kleine Portionen Haferschleim, ansonsten so gut wie Nichts. Keine herkömmliche Babynahrung, sei es auf Kuhmilch-, Ziegenmilch- oder Sojabasis vertrug er. Er erbrach so oft und heftig, dass ich Angstattacken vor der kommenden Mahlzeit hatte.

Wir holten uns Rat beim Professor, der riet zu einer Ketogenen Diät, die auch als Mittel gegen die epileptischen  Anfälle eingesetzt wird. Wieder hieß es also erkundigen und Risiken abwägen. Entschieden haben wir uns dann für genau den anderen Weg. Wir gaben Adrian Rohkost, Früchte, Nüsse mit Haferschleim gemischt. Das vertrug er gut und es nährte ihn sichtlich.

Wer seinen Lieben, die genau vor diesem Problem stehen, etwas Gutes tun möchte, der beschaffe Ihnen die "Green Star Saftpresse" von Keimling, die mit Ihrem einzigartigen System genau das Problem gelöst hat. Allerdings hat diese tolle Erfindung auch einen stattlichen Preis.

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Seitdem wir Adrian Früchte- Gemüsekost verabreichen hat er nicht mehr erbrochen. Er ißt mit großem Appettit.

Wichtig! Jeden Morgen geben wir Adrian eine Portion Blütenpollen. Bitte informierten Sie sich. Es ist das natürlichste Nahrungsergänzungsmittel, dessen Inhaltsstoffe dem Körper sofort verwertbar zur Verfügung stehen. Seitdem er Blütenpollen erhält, hat Adrian eine Gesichtsfarbe wie ein reifer Pfirsich, er ist frei von jeglichen Allergien oder Hautirritationen.

Die Zubereitung dieser Mahlzeiten nimmt viel Zeit in Anspruch. Man kann Nichts vorbereiten und kühl lagernd aufheben, da die Säuren alles nach ca. 1,5 Stunden unverträglich machen. Das ist ein großes Handicap für Ausflüge oder die Kindereinrichtung. Jeder sollte für sich abwägen, ob er diesen Aufwand betreiben und durchhalten kann. Empfehlen kann ich es auf jeden Fall, zumindestens für die Zeiten Daheim ist es eine super Chance und für unterwegs tut es auch mal ein Fruchtgläschen.

Inzwischen haben wir uns so sehr an das leckere Obst gewöhnt, das wir morgens eifrig eine Schüssel mitessen:)

Und am Ende sind wir.... im Windelbereich: Gesunde Nahrung, gesunder Popo.

Obwohl Adrian seit nunmehr fast drei Jahren permantent Windeln trägt, war er noch kein einziges mal wund im Windelbereich. Darüber wundern sich andere Eltern oder die Erzieher im Kindergarten. Tip dazu, keine Feuchttücher, die schaffen ein tolles Millieu für Keime. Reine Öltücher oder einfach trockene Tücher und Bio-Sonnenblumenöl. Ist auch das Beste Mittel bei beginnendem Wundsein. Bitte diese Alles verklebenden Wundsalben weglassen.... Kleiner Ausschweif, Verzeihung!

Ergänzung vom September 2011:

Adrian bekommt seit nunmehr 3 Monaten glutenfreie Kost. Umgestellt haben wir auf anraten einer Mutti, die und übers Internet kontaktierte. Seither, haben wir einen einen kleinen "Scheunendrescher" daheim. Adrian isst mit solchem Appetit, dass im Kindergarten schon Wetten abgeschlossen werden, die er fast immer gewinnt. Er haut richtig rein, hat zugenommen und tatsächlich die 10 kg Hürde genommen. Bauchweh gibt es seither kaum, auch die "Pupserei" hat nachgelassen. Alles in Allem war es ein Versuch, der Ihm gut getan hat und wir machen gern weiter.

Für Tips, Anregungen und Ihre Erfahrungen sind wir von Herzen dankbar.

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